(WB/-jm-) Nach dem 7:36 gegen den Football-Erstligisten Marburg Mercenaries stellt sich jetzt ein Oberligist bei den Bielefeld Bulldogs vor.

Gegen die Gelsenkirchen Devils soll am Samstag (17 Uhr, Rußheide) denn auch ein Testspielsieg her. Voraussetzung: Die einzelnen Mannschaftsteile müssen wieder ähnlich gut funktionieren – oder lieber noch besser. US-Boy Keshawn Hill wird nicht aktiv eingreifen können. Nach seiner Disqualifikation ist der Runningback für Samstag gesperrt.

»Wir müssen in der Defense den Lauf des Gegners früher stoppen«, erklärt Stefan Hüttker (Defense Back). »In der Passverteidigung dürfen wir uns nicht so schnell überlaufen lassen. Gegen Marburg haben wir einige Male echt Glück gehabt, dass die Bälle zu weit geworfen wurden.« Vor allem aber müsse beherzigt werden, findet Hüttker rückblickend angesichts von mehr als 200 Yards Strafen gegen die Bulldogs, »dass wir disziplinierter werden. Ich habe in 14 Jahren Football noch kein Spiel erlebt, in dem es zwei oder drei 15-Yards-Strafen gegen die Jungs an der Seitenlinie gab. Damit haben wir uns einige gute Offense-Aktionen ruiniert.«

Headcoach Willie J. Robinson rüttelte seine Spieler am Tag danach mit einer unmissverständlichen Botschaft auf; die sollte für ein radikales Umdenken deutlich genug gewirkt haben. Sportdirektor Heiko Schreiber hofft, dass das Team gegen Gelsenkirchen den eingeschlagenen Weg – mit den angesprochenen Korrekturen – fortsetzt und weiter in einen Rhythmus kommt. »Ich denke, wir können noch eine Schippe drauflegen.« Felix Blissenbachs Andenken an Marburg, ein dicker Knöchel, macht seinen Einsatz unmöglich.
Der Receiver pausiert, um zum Saisonstart fit zu sein.

Foto: André Zarnke