Unglaublich: Kantersiege der Football-Seniors und Basketball-Damen mit fast identischem Ergebnis!

Inwieweit hat Bert Smith dies gesteuert?

Der vergangene Samstag brachte eine erstaunliche und wahrscheinlich in dieser Form einmalige Parallele in einem Football- und Basketball-Verein zustande: Die Ergebnisse in den Spielen des Basketball-Damen-Bezirksliga- und des Football-Regionalliga-Teams unterschieden sich nur um zwei selbst erzielte und einen gegnerischen Punkt. Zunächst gewannen die Basketballerinnen ihr um 16 Uhr gestartetes vorletztes Saisonspiel bei den SV 1860 Minden Movers mit 68:28, und um 20:08 Uhr endete das um 17 Uhr begonnene Football-Freundschaftsspiel gegen die Kachtenhausen White Hawks mit 70:27.

Noch einzigartiger wird die Sache dadurch, dass ein Ehepaar an beiden Ereignissen beteiligt war: Jay Roberts coachte auf der Rußheide die Football-Defensive-Line, während seine Frau Molly mit 24 von ihr erzielten Punkten die Topscorerin in Minden war. Und man kommt nicht umhin, sich die Frage zu stellen, ob das Ganze vielleicht von „Flying“ Bert Smith genau so designt worden ist, denn schließlich hat er noch mehr als zwei Stunden lang die Fäden als Headcoach beim Football gezogen, nachdem das Ergebnis beim Basketball bereits feststand – und als Spielertrainer der Basketball-Herren ist er bekanntlich ein weiteres verbindendes Element beider Sparten in unserem Verein!

Der Start der beiden Bulldogs-Mannschaften verlief allerdings völlig unterschiedlich. Die Footballer hatten den Coin-Toss verloren, doch ihre Gäste hatten die Second-Half-Option gewählt und ihnen den ersten Ballbesitz überlassen. Sie kamen unter der Führung ihres neuen Quarterbacks, Malik Brown, schnell voran, gingen dann aber nach zwei zunächst zurückeroberten Fumbles auf den letzten fünf Metern vor der Goalline ohne Punkte vom Feld. Und da die Defense keinen Zugriff auf die erste Angriffsserie der Lagenser bekam, gingen diese nach ganz kurzer Zeit durch einen Touchdown und den anschließenden Extrapunkt mit 7:0 in Führung.

Die Damen hingegen entschieden ihr Spiel bereits in den ersten Minuten für sich. Sie führten bereits mit 16:0, ehe ihre Gastgeberinnen, denen im Hinspiel in Quelle ein überraschender 46:42-Erfolg gelungen war, ihren ersten Korb erzielten und bis zum Viertelende auf 8:20 verkürzten. Dabei hatte die spätere Topscorerin Molly Roberts sich völlig aus den Abschlüssen herausgehalten und die Punkte ihren vier Mitstarterinnen überlassen, wobei jede von diesen mindestens zweimal getroffen hatte. Das Bulldogs-Team freute sich, wie das ganze Spiel lang, über gelungenes Zusammenspiel unter dem Korb.

Den zweiten Abschnitt eröffnete Molly jedoch, und sie beschloss ihn auch mit einem Buzzer-Beater. Von den erneut 20 Punkten ihres Teams hatte sie nun gleich zehn erzielt. Die Mindenerinnen wurden in diesem Viertel sogar auf fünf Zähler begrenzt. Beim Halbzeitstand von 13:40 hätte sicherlich niemand mehr auf die Gastgeberinnen gewettet. Nicht viel zu zählen gab es dagegen bei dein Fouls. Der einzige Schiedsrichter, Fabian Reinke aus Bad Oeynhausen, hatte nur eines bei Minden anschreiben lassen und bei den Bulldogs ganze drei. In der zweiten Halbzeit lautete das Verhältnis gar nur 1:2, insgesamt also 2:5. Unser Team erhielt so nicht einen einzigen Freiwurf. Ebenso gab es im gesamten Spiel keinen 3-Punkte-Feldkorb – auf beiden Seiten!

Auch auf der Rußheide entwickelte sich die erste Halbzeit nach dem Fehlstart sehr schnell zu einer klaren Sache; bei 35:14 ging es in die Kabinen. Hier hieß der Mann der ersten Spielhälfte Andreas Schilling. Er hatte in den letzten Jahren zwar bereits für eine Menge Punkte gesorgt, aber stets mit dem Fuß, nämlich als Kicker durch Extrapunkte und Fieldgoals. Nun fand der neue Bulldogs-Spielgestalter, Malik Brown, ihn auch mit präzisen Pässen, die ihm drei Touchdowns bescherten, darunter die beiden ersten seines Teams. Und natürlich durfte er sich auch alle Points after Touchdown (PAT) gönnen – bei 10 Versuchen blieb er fehlerfrei. Die Ernennung zum MVP des Spiels war die logische Konsequenz.

Auch Malik Brown hinterließ bei den 600 Zuschauern einen Super-Eindruck. Seine Pässe kamen hochprozentig an, und seine kraftvollen Bewegungen zum Ausweichen vor heranstürmenden Gegnern münzte er häufig in eigene Lauf-Yards um. Dreimal stoppte er erst in der Endzone – zum Touchdown. Und außer Andreas Schilling brachte er auch David Emeh, Daniel Lamm und seinen Landsmann Marco Domio auf den Weg dorthin. So wurde die Vorgabe von Bert Smith, eine Differenz von 40 Punkten, erfüllt – ein standesgemäßer Sieg, der die Vorfreude auf die am 26.4. in Münster beginnende Regionalliga-Saison schürt.

Die Basketball-Damen brachten ihr Spiel ebenfalls sicher nach Hause und machten sich so Mut und gute Stimmung für die letzte Saison-Aufgabe am folgenden Samstag bei Spitzenreiter TV Salzkotten, der dann in eigener Halle die Meisterschaft perfekt machen will. Das möchte unser Team aber verhindern; und da es im Hinspiel eine tolle erste Halbzeit mit einer bärenstarken Verteidigung hingelegt und sich eine 20:13-Pausenführung erspielt hatte, ehe die Sälzerinnen das Spiel drehten, sind prinzipiell alle Chancen vorhanden.

Am bisher deutlichsten Sieg des neu formierten Bulldogs-Damen-Teams gegen die Minden Movers waren beteiligt: Molly Roberts (24 Punkte), Anna Verlanova (14), Ira Schenk (12), Viktoria Pieper und Mona Dessin (je 8), Aaliyah Üstün (2), Mioty Rabenjaharilala und Coach Robert Kispal.

(rlu)

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