
Damen: Meisterschaftsfeier trotz deutlicher Niederlage
Am letzten Spieltag der Saison 2025-26 brachten unsere zwei Basketball-Teams wieder einmal nur einen Sieg zustande. Ihre zwei Punkte und die Verbesserung um einen Tabellenplatz feiern konnten diesmal die Herren. Für die Damen ging es sowieso nicht weiter nach oben: Sie standen bereits als Meisterinnen fest, und ihre Gegnerinnen freuten sich, den zweiten Platz mit einem klaren Sieg über den Primus verteidigt zu haben. Nun sind beide Teams gespannt auf die Sommerpokal-Auslosung.
Die diesmal zuerst spielenden Bulldogs-Herren hatten nur anfänglich leichte Probleme mit der ungestümen Gangart der U-20-Truppe aus Herford, die als Dritte der BBG spielt und in ihren ersten Angriffen gleich 3 und 2 Punkte vorlegte. Serien unserer Mannschaft von zehn und vier Zählern, unterbrochen nur von einem Freiwurfpunkt der Gäste, stellten schnell die Weichen – dachte man. Dann aber doch noch einmal ein Dreier und ein Zweier des Teams in Rot zum Viertelende (14:11), ein weiterer Korb zum Auftakt des zweiten Abschnitts – bahnte sich da doch mehr Gegenwehr an? Nein, Mark Ferrer drehte in diesem Viertel richtig auf, steuerte 10 Punkte zu den 13 seiner Mitspieler hinzu, während die Werrestädter wieder nur auf 11 kamen. Und so stand zur großen Pause ein klares 37:22 auf dem Scoreboard.
Nach 21 Punkten auf beiden Seiten blieb dieser 15-Punkte-Vorsprung auch bis in den Schlussabschnitt hinein erhalten, und darin wurde er nur einmal kurz auf 13 reduziert (63:50), dann machten die Bulldogs, obschon nur mit sechs Spielern angetreten, noch einmal Dampf: Ein 11:0-Lauf brachte den größten Abstand von 25 Zählern (76:51), und dann konnte man das Spiel auslaufen lassen, zum 78:55-Endstand.
Die Bulldogs-Punkte markierten: Mark Ferrer 22 (1 Dreier), Huy Doan 19 (1), Philippe Ouedraogo 19, Max Ferber 9, Coach Bert Smith 7, André Günther 2
Die Abschlusstabelle:

Die Damen gingen noch weiter gehandicapt in die letzte Partie: Außer den beiden bereits länger aus erfreulichem Anlass Pausierenden fiel auch Anna Verlanova Nachwuchs-bedingt aus. Sie hatte wegen der Hermannslauf-Teilnahme ihrer Kinder erst spät die Einsatzbereitschaft zusagen können, und da sie die Dreizehnte war, leistete man sich den Luxus, sie auf die Tribüne zu setzen, wo sie Gerrit an den Trommeln unterstützte. Bei der Zweiten des SC GW Paderborn gab es ebenfalls einige Veränderungen gegenüber dem Hinspiel: Sie bot von den elf Spielerinnen aus der November-Partie diesmal nur vier auf – ergänzt durch vier andere. Etwas Neues sah man aber auch auf unserer Seite: Nach einem anwaltlichen Schreiben hatte der Hersteller der im letzten Sommer gewonnenen Trikots es plötzlich ganz schnell geschafft, einen Satz in der bestellten Bulldogs-Farbe zu liefern. Die erste Produktion, die man normalerweise als schwarz mit einem ganz leichten grünlichen Schimmer bezeichnen würde, verbleibt gegen eine angemessene Gebühr zur Weiternutzung als Ausweichsatz im Verein.
Genug der Vorrede – ein wenig muss auch über das Spiel selbst gesprochen werden. Das Erfreulichste zuerst: Anastasia Fradkin, die Jüngste im Team, machte erneut ein tolles Spiel. Neunmal traf sie dabei selbst den Korb. Und das erste Viertel wurde gewonnen, mit 17:14! Die Gäste waren zwar 6:2 in Führung gegangen, aber dann zeigte unser Team sein bestes Spiel. Anastasia war daran bereits mit zehn Zählern beteiligt.
Nach der kurzen Pause kam es jedoch ganz dicke: Fünf Minuten lang keine Punkte für unsere Mannschaft, aber ganze 14 für Paderborn – so viele, wie sie im ganzen ersten Viertel gemacht hatten. Der Rest des zweiten Abschnitts war dann wieder ausgeglichen, 9:9 – dank Körben von Ira Schenk und (natürlich) Anastasia. Doch aus der Drei-Punkte-Führung war ein 26:37 geworden. Dieser 11-Punkte-Rückstand blieb zwar bis zur 28. Minute bestehen, aber ab der punkteten wieder nur noch die Domstädterinnen – 7:0, und das Spiel war zu ihren Gunsten entschieden. Sie hatten inzwischen die Lufthoheit unter den Körben, und auch mit Fastbreaks waren sie nun erfolgreich.
Der Schlussabschnitt wurde zu einem Schaulaufen der Gäste. In den ersten drei Minuten hieß es 10:5, und danach streikten die Wurfarme unseres Teams für den Rest des Tages ganz. Der SC Grün-Weiß fühlte sich eingeladen, noch 15 Punkte draufzulegen, zum 39:77-Endergebnis. Dabei war es für einige seiner Spielerinnen nur eine Aufwärmübung. Sie halfen anschließend noch in der ersten Mannschaft aus, die ihr letztes Spiel bei UBC Münster 3 mit 60:23 gewann und sich damit die Landesliga-Meisterschaft sicherte.
Der Vollständigkeit halber hier unsere eingesetzten Damen mit ihren Punkten:
Anastasia Fradkin 18, Ira Schenk 7, Nina Schmitz 5 (1 Dreier), Gözde Akman 3, Leora Voufo Maffodou, Aaliyah Üstün und Mona Dessin je 2, Helena Grunewald, Ouafaa Ibrahim, Mioty abenjaharilala, Emma Radke und Hürrem Tezczan-Güntekin; Coach: Robert Kispal
Ja, das Spiel zeigte, dass es noch viele Verbesserungsmöglichkeiten gibt, für die einzelnen Spielerinnen und das Team. Aber dennoch kann man sich freuen, in der zweiten Saison die Bezirksliga-Meisterschaft gewonnen zu haben, mit nur zwei Niederlagen, vor vier seit Langem aktiven und drei weniger erfahrenen Mannschaften.

Im Sommerpokal des Kreises Ostwestfalen können wieder Vereinsteams mit Spielerinnen bzw. Spielern, die in der beendeten Saison nicht in der Bundesliga aktiv waren, antreten. Die höchste Liga der Spieler:innen bestimmt die Einstufung der Mannschaft, und danach ergibt sich das Heimrecht und eine Punktevorgabe für das niederklassige Team. Die Spiele beginnen frühestens am 18. Mai.
(rlu)
