
Der Traum von einer „perfect season“ ist ausgeträumt: Sechs Tage nach dem Abschütteln des bis dahin ersten Verfolgers mussten unsere Damen personell arg geschwächt beim Tabellensiebten Minden Movers antreten. Ohne die drei Spielerinnen, die zuletzt zusammen 38 der 42 Punkte des Teams erzielt hatten, gab es eine knappe 34:38 Niederlage gegen eine, sagen wir es mal freundlich, robust antretende Heimmannschaft. Die Tabellenführung ging damit zwar nicht verloren, doch es lauern nun zwei Teams mit nur einer Niederlage mehr auf ihre Chance.
Vor den Augen einer Handvoll mitgereister Hardcore-Fans startete unser Team verhalten. Trainer Robert hatte die Devise ausgegeben, den Ball möglichst lange in den eigenen Reihen zu halten. Das führte zu einem ersten Viertel fast ohne Körbe: 4:3 lautete die Bulldogs-Führung am Ende, die Tore hatten Nina und Vicky ieper geschossen – wenn ich mir diesen Scherz einmal erlauben darf. Und es ging genauso weiter: In den nächsten fünf Minuten machte jedes Team wieder nur einen Korb – auf unserer Seite durch Helena die nach langer Spielpause zum ersten Mal in ihren neuen Farben auflief. Als Nina dann einen Dreier zum 9:5 versenkte, kam die Hoffnung auf, sich abzusetzen.
Doch falsch gedacht: Bis zur Halbzeitpause punkteten nur noch die Movers, die sich immer wieder unter dem Korb mit vorgestreckten Armen Platz verschafften und viele Offensiv-Rebounds holten. Gerade hierbei wurden Anna, Molly, Ira und auch Ouafaa schmerzlich vermisst. Aus vier Punkten Vorsprung wurden so vier Punkte Rückstand. Die brachte Minden dann über die ganze restliche Zeit, denn die Viertel drei und vier endeten jeweils unentschieden, mit immerhin 15 und 10 Punkten auf beiden Seiten.
Allerdings gingen unsere Damen durch ein kleines Wechselbad der Gefühle: Nach dem Pausentee fanden sie zunächst zweimal den Anschluss, doch dann setzten sich die Gastgeberinnen auf acht und kurz darauf neun Punkte ab. Zum Ausgleich dieser Periode trugen vor allem wieder Vicky und Nina bei, unter anderem mit jeweils einem Dreier. Auch zu Beginn des Schlussviertels legten die Movers wieder, zum dritten Mal, einen 6:0-Lauf hin, so dass das Spiel beim Stand von 34:24 entschieden schien. Unser Team steckte jedoch weiterhin nicht auf und kam durch sieben Zähler von Vicky in Folge bis auf 34:36 heran, ehe die Mindenerinnen in der Schlussminute alles klar machten.
Die Bulldogs-Damen haben nun wieder zwei Wochenenden ohne Spiel, ehe am 22.2. wieder einmal die Drittvertretung des Gütersloher TV nach Quelle kommt, die bisher nur einen Sieg (gegen Lippstadt) auf dem Konto hat.
In Minden spielten: Viktoria Pieper (16 Punkte, 1 Dreier, 7 von 10 Freiwürfen), Janina Schmitz (8, 2 Dreier), Mona Dessin (4), Gözde Akman, Mioty Rabenjaharilala und Helena Grunewald (je 2), Aaliyah Üstün sowie erstmals nach längerer Verletzungspause wieder Hürrem Tezcan-Güntekin. Coach: Robert Kispal
(rlu) (Foto: Rainer Luft)
