Meisterschaft kann in spätem Heimspiel gesichert werden

Sonntag, 12.4., in der Gesamtschule Quelle – Herren um 15:30 gegen Meister TG Herford, Damen erst um 17:45 Uhr gegen Angstgegner Minden

Der kommende Sonntag bringt einen Double-Header mit vielen Besonderheiten: Ungewohnt ist zunächst, dass die Herren den Auftakt machen und die Damen erst danach antreten. Man könnte dabei tatsächlich von einem Vorspiel der Männer und einem Hauptakt der Frauen sprechen, denn unsere Damen können sich mit einem Sieg bereits einen Spieltag vor Schluss zu Meisterinnen der Bezirksliga 8 krönen und den Landesliga-Aufstieg sichern!

Die Damen empfangen in einem Nachholspiel den SV 1860 Minden. Die Gäste hatten die eigentlich für den 21.12.25 vorgesehene Partie wegen Personalmangels abgesagt. Da die Bezirksliga-Staffel wie im Vorjahr nur aus acht Teams besteht, haben wir auf die eigentlich fällige Wertung des Spiels am „Grünen Tisch“ mit dem Basketball-untypischen Ergebnis 20:0 verzichtet und die Begegnung neu ansetzen lassen. Durch das Einverständnis der TG Herford, das Herren-Spiel, das letzte der drei Solo-Spiele (11 Teams in der Bezirksliga-Staffel 15), vom 8.3. zu verlegen, konnte ein weiterer Doppel-Spieltag geplant werden. Da es sich um den letzten Tag der Osterferien handelt, baten unsere Damen aber um einen spätestmöglichen Spielbeginn.

Ein weiterer Grund für unsere Ladies, das Spiel gegen die Mindenerinnen nicht sang- und klanglos ausfallen zu lassen, hat sich am 31. Januar ergeben. Da fing sich das Team nämlich in Minden mit 34:38 die erste und bis heute einzige Saison-Niederlage ein. An dem Tag fehlten bei uns einige Spielerinnen, darunter mit Anna Verlanova, Ira Schenk und Molly Roberts die drei, die eine Woche zuvor zusammengerechnet 38 der 42 Punkte gegen die Pium Eagles erzielt hatten. Und so möchte man nun nicht Meister werden und gegen den nach derzeitigem Stand Vorletzten nicht „richtig“ gewonnen haben. Vor gut zwei Wochen hat es sich dann ergeben, dass die angestrebte Korrektur dieses Schönheitsfehlers gleichzeitig den Meistertitel bedeuten würde, denn der einzige verbliebene Konkurrent, SV Grün-Weiß Paderborn 2, kassierte eine 41:58 Heimniederlage gegen den Nachbarn TV Salzkotten. Und da die Paderbornerinnen außer der Hinbegegnung gegen uns Bulldogs auch noch das Heimspiel gegen Pium (= Borgholzhausen) verloren haben, käme es nur dann zu einem echten Showdown am 26. April (wieder in Quelle), wenn die Minden Movers für unsere Damen erneut zum Stolperstein würden. Das wollen Robert Kispal und sein Team natürlich vermeiden und lieber bereits zwei Wochen früher die Sektkorken knallen lassen. Ob nach dem ersten Jubel in der Halle die fällige Feier noch spontan woanders abgehalten wird, ist bisher nicht bekannt …

Unsere Herren haben ja bereits einen Aufstieg und eine Saison in der Landesliga hinter sich. Doch eine Wiederholung war diesmal nicht möglich. Abgesehen davon, dass sie momentan zu unbeständig spielen und bereits sieben Niederlagen kassiert haben, führt in dieser Saison einfach kein Weg am aktuellen Gegner vorbei. Die TG Herford blieb nur einmal unter zehn Punkten Differenz, mit 69:65 beim Dritten Gütersloher TV 2, und hat drei Spiele vor Saisonende fünf Niederlagen Vorsprung auf den Zweiten, den SV Ubbedissen 09, der auch mit 59:69 das zweitbeste Ergebnis für sich reklamieren kann. Allerdings gelang es dem Top-Team bisher nicht, in einem Spiel die 100-Punkte-Marke zu knacken; das schafften in dieser Saison nach aktuellem Stand nur die Gütersloher Zweite und der Vierte, die Minden Movers, denen jeweils einmal 106 Punkte gelangen.

Das Team von Bert Smith wird sicherlich den Ehrgeiz haben, nicht als erstes von den Herfordern so überrollt zu werden. Zweites Ziel könnte es sein, ein besseres Ergebnis zu erzielen als beim Auswärtsspiel, das 60:77 endete. Und gegen einen Überraschungs-Sieg hätte natürlich auch niemand etwas einzuwenden …

Auf jeden Fall wird es sich lohnen, den (späten) Sonntagnachmittag bei freiem Eintritt in der Halle am Kupferhammer zu verbringen!

Ach ja, wir sind allen Interessierten noch einen kleinen Rückblick auf den 22. März schuldig:

Die Damen gönnten sich gegen den Lippstädter TV eine kleine Anlaufzeit. Im ersten Viertel trafen sie den Korb nur dreimal aus dem Feld, viermal wurden sie durch Fouls der Gäste gestört und an die Freiwurflinie gezwungen. Von den acht Versuchen trafen sie immerhin die Hälfte. Drei Feldkörbe schafften auch die Gegnerinnen, sie erhielten aber nur genausoviele Freiwürfe, die sie allesamt nicht verwandeln konnten. Doch nach der kurzen Pause tauten sie zuerst auf, sodass sie plötzlich mit 11:10 führten. Das weckte die Bulldogs aber endgültig, und ab der dreizehnten Spielminute hatten sie das Spiel im Griff. So konnte es ihnen auch nichts ausmachen, dass sie sich zu Beginn der Abschnitte drei und vier weitere kurze Korbverweigerungs-Zeiten gönnten – näher als auf vier Punkte kam der LTV nicht heran (25:21, 22. Minute). Der Endstand lautete 56:44.
Punktemäßig angeführt wurde unser Team diesmal von der Jüngsten, Anastasia Fradkin, die auf 15 kam. Ira Schenk steuerte 12 bei, Hanna Grunewald 7, Anna Verlanova 6, Leora Voufo Maffodou 5, Nina Schmitz 3, Vicky Pieper, Ouafaa Ibrahim, Aaliyah Üstün und Gözde Akman je 2, Emma Radke und Hürrem Tezcan-Güntekin blieben ohne Korberfolg. Drei-Punkte-Treffer gab es auf beiden Seiten nicht. Bulldogs-Coach: Robert Kispal

Unsere Herren hatten gegen das Team aus dem Osten der Stadt erneut keine Chance. Nach drei Minuten stand es 0:6, in der siebten 4:14. Zu Beginn des zweiten Abschnitts verkürzten sie auf 12:17, am Ende desselben sogar auf 26:30, doch die Ubbser zogen immer wieder davon. Mithilfe von insgesamt vier Dreiern schöpfte unsere Mannschaft auch im Schlussviertel noch Hoffnung, da sie zweimal bis auf sechs Zähler herankam – näher aber nicht. Am Ende waren es sieben Punkte Unterschied – 57:64.
Auch hier die Zahlen: Topscorer „Pippo“ Ouedraogo (15), dicht dahinter Dominic Schell (13; 1 Dreier), dann Huy Doan (9; 1) und Sandi Mujkic (9), Bert Smith (8; 1), Vincent Dilling (3; 1) und Luka Turudic. Coach Bert Smith spielte volle 40 Minuten.

In der Woche nach dem Spiel teilte Co-Spielertrainer Ben Stratton mit, dass er sich aus privaten Gründen bis auf Weiteres völlig aus dem Basketball zurückziehen muss. Wir danken ihm für sein Engagement in den letzten 15 Monaten und hoffen, dass er bald wieder einsteigen können wird.

(rlu)

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